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Rolfing – Berührung mit Folgen Mit Bindegewebe und Schwerkraft auf den Spuren von Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci, das Universalgenie der Renaissance, hat neben der unergründlich lächelnden Mona Lisa vor allem ein unser Ideal noch heute bestimmendes Werk hinterlassen: den Mann im „goldenen Schnitt“, jener Figur, die den Menschen in seiner perfekten Proportion zeigt.
Ihn, den Maler, Bildhauer, Mathematiker, Anatom und kühnen Erfinder faszinierte der Mensch als Gesamtkunstwerk, in dem die Kräfte und Gesetze der Natur ihren vollkommenen Ausdruck finden.
Doch Leonardos Interesse galt deshalb nicht nur der Form und dem Aufbau des „äußeren“ Körpers, sondern vor allem auch den Funktionen von Skelett, Muskeln und Organen. Verbunden mit seinem zeichnerischen Genie wurde er zum Begründer der modernen anatomisch-wissenschaftlichen Illustration.
Heute, 500 Jahre später, gehören Körperbewusstsein und das immerwährende Streben nach dem optimalen Körperbau – mit all seinen zum Teil bizarren Auswüchsen – zur Alltagskultur. „In Form“ zu sein, wird jedoch auch immer mehr in seiner doppelten Bedeutung verstanden und angestrebt: Körper, Geist und Seele wollen wieder in Balance zueinander gebracht werden.
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